Aktiv-entdeckendes und soziales Lernen im Mathematik-Raum


Kinder lernen am effektivsten, wenn man ihnen Gelegenheit gibt, neue Anforderungen von ihrem jeweiligen Wissensstand anzupacken, auch wenn dieser lückenhaft, fehlerbehaftet und unvollkommen ist. Der Lehrer kann es den Kindern grundsätzlich nicht abnehmen, die Instrumente ihres Denkens von ihrem jeweiligen Vorwissen aus selber weiterzuschmieden und weiterzuentwickeln. Bestenfalls kann er Hilfe zur Selbsthilfe leisten. (nach: Lehrerband Zahlenbuch 1, S.6)

Wenn ein solcher Mathematikunterricht als ein konstruktiver, entdeckender Prozess gestaltet werden soll, müssen die Kinder möglichst viele Gelegenheiten zum selbsttätigen Lernen in allen Phasen eines Lernprozesses erhalten.
  • In gemeinsamen Phasen werden die Kinder mit einer neuen Thematik vertraut gemacht. Erste Lösungsideen können ausgetauscht und Absprachen zur Zusammenarbeit können getroffen werden. Der Lehrer kann Hilfen zur Selbsthilfe anbieten.
  • Die Arbeit am Inhalt erfolgt in Gruppen oder in Einzelarbeit. Dabei werden die erzielten Ergebnisse von den Kindern möglichst mit dem bisherigen Wissen auf vielfältige Art in Verbindung gebracht.
  • Die Ergebnisse werden im Klassenverband von den Bearbeitern vorgestellt und die unterschiedlichen Zugangsweisen werden diskutiert.
  • Übungen in Einzel- und Partnerarbeit festigen und vertiefen die gewonnenen Ergebnisse.
Diese Vorgehensweise wird durch einen entsprechend gestalteten Raum positiv unterstützt.

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