Das kontinuierliche Freiarbeitsmodell
Die Stunden für den Lehrgang und für die Freie Arbeit wurden von mir zum Beginn des Schulhalbjahres im Stundenplan festgelegt.
Damit wirklich alle Kinder verlässlich an den freien Wahlaufgaben arbeiten konnten, benutzte ich die Freiarbeitsstunden niemals für den Mathematiklehrgang, auch nicht in Ausnahmen. Diese Stunden waren den Kindern sehr wichtig, sie waren deshalb für den Lehrgang tabu!
Diese Vorgehensweise gestattet es meinen Erfahrungen nach jeder Lehrerin und jedem Lehrer, den Kindern auch im "traditionellen" Mathematikunterricht Phasen eines selbstbestimmten, freien, offenen und handlungsorientierten Unterrichts nach einem bewährten Konzept zu ermöglichen, ohne dabei den üblichen Lehrgang aufgeben zu müssen.
Das Stundenraster kann z.B. so aussehen:
Ermöglichte es der Stundenplan, den Mathematikunterricht auf sechs Wochenstunden zu erweitern, dann stellte ich diese für eine zweite Freiarbeitsstunde zur Verfügung. Dadurch hatten die Kinder nicht so sehr das Gefühl, dass die Freiarbeit sehr "kurzatmig" ist und ein kontinuierliches Arbeiten erschwert.