Kontrollkarten als Entscheidungshilfen für die sachgerechte Wahl der Aufgaben


Alle Wahlaufgaben wurden von mir in meinen "Freiarbeitsanfängen" zum Halbjahresbeginn eines Schuljahres auf einem vierseitigen Arbeitsplan, der Kontrollkarte für die freien Wahlaufgaben, geordnet zusammengefaßt und durch verschiedene Symbole gekennzeichnet. Diesen "Freiarbeitsplan" erhielt jedes Kind.

Der Inhalt der Kontrollkarte hing zusätzlich als großes Plakat (auf dem Kopierer auf DIN A3 kopiert) aus. In manchen Klassen habe ich jede Aufgabe auf eine A5 große Karte gezeichnet und ausgehängt. Das war dann günstig, wenn sich der Aufgabenumfang während des Jahres vergrößerte. (Beispielfoto)

Das Kind konnte der Kontrollkarte und dem Plakat entnehmen,
  • welchem Teilgebiet der Mathematik eine bestimmte Aufgabe zuzuordnen ist,
  • wie anspruchsvoll und umfangreich die Aufgabe ist.
  • mit welchem Material vorwiegend gearbeitet wird und
  • ob es vergleichbare Aufgaben gibt.

Im Laufe der Jahre war mein Aufgabenangebtot stark angewachsen. Das führte dazu, dass nicht mehr jede Aufgabe direkt in der Kontrollkarte aufgenommen werden konnte, ohne dass die Übersichtlichkeit darunter litt. Deshalb bekamen die Kinder später einen Plan, der einige direkt benannte Aufgaben enthielt, die nur so oft bearbeitet werden konnten, wie auf dem Plan abgebildet, eine Seite mit leeren Feldern, in die die bearbeitetete Aufgabe nach Fertigstellung eingetragen wurden und auf der letzten Seite die Zielvorgaben für das Schulhalbjahr.

Eine abgeschlossene Aufgabe wurde von mir nach der Durchsicht auf der Kontrollkarte abgestempelt. Dadurch konnte das Kind die Übersicht über die vielfältigen Wahlmöglichkeiten und die von ihm schon abgeschlossenen Arbeiten behalten. Außerdem konnte es so die eigene Arbeitsintensität einschätzen lernen, denn in meinem Unterricht flossen diese Arbeitsergebnisse in die Bewertung und Zensierung der Mathematikleistungen mit ein.